Kategorie: Domaine des Lambrays

Domaine des Lambrays – Morey-Saint-Denis, Bourgogne

Die Domaine des Lambrays ist untrennbar mit dem gleichnamigen Grand Cru verbunden. Die Mauern des Clos des Lambrays gehen auf Zisterziensermönche zurück – die älteste bekannte Erwähnung stammt aus dem Jahr 1365 aus dem Archiv der Abtei Cîteaux. Nach der Französischen Revolution zersplitterte die Lage auf 74 Eigentümer; erst die Familie Rodier führte sie ab den 1890er-Jahren wieder zusammen. Seit 2014 gehört die Domaine zur LVMH-Gruppe, seit 2019 leitet Jacques Devauges Weingut und Kellerei.

Stärken & Qualitäten

  • Faktisches Monopol im Grand Cru: Von den rund 8,7 Hektar des Clos gehört praktisch alles der Domaine – lediglich eine winzige Parzelle von 4,2 Ar liegt in fremder Hand (Taupenot-Merme). Eine im Burgund äußerst seltene Konstellation.
  • Bewegte Klassifikationsgeschichte: 1936 wurde der Clos zunächst nur als Premier Cru eingestuft – erst 1981, nach jahrzehntelangem Einsatz, wurde er zum 33. Grand Cru des Burgunds erhoben.
  • Sehr alte Reben: Ein Großteil des Rebbestands wurde zwischen 1898 und 1935 gepflanzt – das Durchschnittsalter liegt bei rund 90 Jahren, mit entsprechend geringen Erträgen.
  • Vielschichtiges Terroir: Der Clos liegt auf einem Osthang zwischen Clos Saint-Denis im Norden und Clos de Tart im Süden. Im oberen Bereich dominieren Mergel, im unteren mischt sich Ton mit Kalkstein – die unterschiedlichen Expositionen sind der Schlüssel zur Komplexität des Weins.
  • Ausbau: Reifung in den unterirdischen Kellern der Domaine im Eichenfass, von dem jährlich rund die Hälfte erneuert wird.

Zum Premier Cru „Les Loups“: Der Name verweist auf das Wappentier von Morey-Saint-Denis – zwei Wölfe zieren sowohl das Gemeindewappen als auch das der Lambrays. Die Cuvée vereint junge Reben aus dem Clos des Lambrays mit Parzellen benachbarter Premiers Crus.

Domaine des Lambrays: einer der großen Quasi-Monopol-Crus der Côte de Nuits – alte Reben, ummauerte Lage, gewachsene Geschichte.