Kategorie: Champagne Chartogne-Taillet

Champagne Chartogne-Taillet – Merfy, Massif de Saint-Thierry

Die Familie ist seit 1490 in Merfy ansässig – einem Dorf rund sieben Kilometer nordwestlich von Reims, im wenig bekannten Massif de Saint-Thierry. Chartogne-Taillet ist heute der einzige verbliebene Récoltant-Manipulant im Ort. Alexandre Chartogne übernahm 2006 im Alter von nur 23 Jahren, nach einer prägenden Zeit bei Anselme Selosse.

Stärken & Qualitäten

  • Kompromisslos parzellengenau: Rund 11 Hektar sind in dreizehn Einzelparzellen unterteilt – darunter Les Barres, Les Couarres, Heurtebise, Orizeaux, Les Alliées und Beaux Sens, dazu kleine Chardonnay-Parzellen in Avize und Oger. Jede wird getrennt bewirtschaftet und vinifiziert.
  • Geologische Detektivarbeit: Alexandre arbeitet mit den renommierten Bodenanalytikern Claude und Lydia Bourguignon und verglich seine Stillweine sogar mit Familienaufzeichnungen aus dem 17. Jahrhundert – um zu verstehen, was jede Lage historisch hervorbrachte.
  • Außergewöhnliche Bodenvielfalt: Kreide im Untergrund, darüber wechselnd Kalkstein, Sand (thanetische Sande), Tuffeau und Ton – deutlich vielfältiger als die reinen Kreideböden der bekannteren Zonen.
  • Les Barres als Aushängeschild: Ein wurzelechter Meunier-Weinberg, gepflanzt 1952 auf tiefem Sand über Kreide – für viele Kenner einer der besten Meunier-Champagner überhaupt.
  • Minimalinvasiv im Keller: Spontangärung mit Naturhefen, Ausbau je nach Parzelle in Edelstahl, gebrauchtem Holz oder Betonei – mit sehr niedriger Dosage.

Bei rund 90.000 Flaschen im Jahr hält Alexandre Chartogne bewusst an moderaten Preisen fest, trotz internationaler Anerkennung.

Chartogne-Taillet: die wiederentdeckte Champagne des Nordens – parzellengenau, mineralisch und kompromisslos herkunftsbezogen.