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Enric Soler

2021 Espenyalluchs, Enric Soler, Penedès

2021 Espenyalluchs, Enric Soler, Penedès

Normaler Preis €55,00 EUR
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Penedès · 100 % Xarel·lo · Alt Penedès · 400 m Höhe

Der Beweis, dass Xarel·lo mehr kann als Cava. 0,91 Hektar auf 400 Metern, biodynamisch, weder geschönt noch filtriert – in der Nase zunächst wie ein reduktiver Meursault.

Stil: mineralisch · salzig · rauchig · von großer Länge
Rebsorte: 100 % Xarel·lo
Herkunft: Sabanell, Alt Penedès, Katalonien
Passt zu: Steinbutt · Edelfisch · reifem Manchego · Geflügel in heller Sauce
Für Liebhaber von: Meursault, großen weißen Burgundern, mineralischen Terroir-Weißweinen
Für: Kenner – Rarität


0,75l Enthält Sulfite

Enric Soler – Espenyalluchs 2021 (Penedès, Spanien)

Enric Soler war ein preisgekrönter Sommelier, bevor er Winzer wurde – und genau aus dieser Zeit stammt seine Erkenntnis: Xarel·lo, die katalanische Rebsorte, die sonst meist in Cava-Cuvées verschwindet oder unter zu viel Holz begraben wird, gehört eigentlich zu den großen weißen Rebsorten Europas. Von seinem Großvater erbte er im Penedès einen Weinberg samt kleinem Bauernhaus – Cal Raspallet.

Ausgangspunkt des ganzen Projekts war die Lage Vinya dels Taus, deren uralte Stöcke erst rekultiviert werden mussten. Aus dem Genmaterial genau dieser Parzelle wurden anschließend sämtliche anderen Weinberge als Klone gezogen – auch der Espenyalluchs.

Das Dorf Sabanell im Alt Penedès ist urtümlich geblieben. Es profitiert von der Nähe zum Mittelmeer, bekommt aber zugleich die kühlen Einflüsse aus den Bergen im Hinterland ab: Das spektakuläre Montserrat-Massiv riegelt nach hinten ab, sorgt für Fallwinde und kalte Nächte. Genau diese Nachtkühle ist der Schlüssel zur Frische dieser Weine.

Der Espenyalluchs stammt von der gleichnamigen Parzelle mit 0,91 Hektar in sanfter Hanglage auf 400 Metern Höhe. Ein Teil der Parzelle mit besonders viel Frische und Säure fließt in den Schwesterwein Improvisació. Bewirtschaftet wird biodynamisch, gelesen von Hand, vergoren mit weinbergseigenen Hefen. Der Ausbau erfolgt über acht Monate auf der Feinhefe in mehrfach gebrauchten 300-Liter-Eichenfässern – bewusst ohne Betonei, um das Mundgefühl so puristisch wie möglich zu halten. Weder Schönung noch Filtration; dem Wein wird schlicht die Zeit gegeben, sich selbst zu stabilisieren.


Verkostungsnotiz

Farbe: hell leuchtendes Strohgelb mit zartgrünen Reflexen.

In der Nase: wirkt der 2021er zunächst wie ein reduktiver Meursault – Kalk und Rauch bestimmen das Bild, dazu frische Kräuterwürze und ein Hauch Popcorn. Im Detail gegrillte Ananas, Grapefruit und Nashi-Birne, ergänzt um gelbe Äpfel und Physalis. Melisse, Kerbel und Zitronenthymian bringen Frische, Minze und Koriander schieben aus der zweiten Reihe nach. Aus der vegetabilen Ecke kommen Artischocke und Fenchel, deren Saat leicht geröstet anklingt. Immer wieder führt der Weg zurück zu einem steinigen, herben Kern.

Am Gaumen: sofort Kante – Säure und Salz dominieren. Das mineralische Gerüst entfaltet sich vollständig und kleidet den ganzen Mundraum aus, entsprechend spürbar ist die salzige Note. Die Frucht wirkt herber und deutlich zitrischer, Bergamotte und Limone prägen den Moment, Zestenabrieb und Kaffir-Limettenblätter den Nachhall. Dicht und kühl, von großer Länge – der Wein scheint nicht abbrechen zu wollen. Die Frucht tritt immer weiter zurück, saftig umgarnt er den Gaumen, nur um dann wieder das Säureschwert walten zu lassen.

Verkostet im Oktober 2024 (Vinaturel)


Der Jahrgang 2021

Der Jahresbeginn war trocken und kalt, der Januar brachte reichlich Niederschlag und Schneefall. Der Februar folgte ungewöhnlich warm mit Temperaturen um 18 °C und viel Nebel – erste Knospen zeigten sich bereits im März. Kühlere, trockene Wochen in März und April bremsten den Austrieb wieder. Erst im Juni und Juli setzten sich warme, trockene Bedingungen durch, das Wachstum verlief langsam. Ende Juli zeigten sich erste Trockenheitsanzeichen, ehe der ersehnte Regen kam. Mitte August schlug eine Hitzewelle zu, ab Ende August folgte eine Regenperiode. Das Wechselspiel aus trocken und feucht verlangsamte den Reifeprozess – zur Ernte herrschten gute Bedingungen.


Besonderheiten – Espenyalluchs 2021

  • Region: Sabanell, Alt Penedès, Katalonien
  • Rebsorte: 100 % Xarel·lo
  • Lage: Parzelle Espenyalluchs, 0,91 ha, sanfte Hanglage auf 400 m
  • Rebmaterial: Klone aus der Ursprungslage Vinya dels Taus
  • Klima: Mittelmeernähe, Fallwinde vom Montserrat-Massiv, kalte Nächte
  • Bewirtschaftung: biodynamisch
  • Vinifikation: Handlese, Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen
  • Ausbau: 8 Monate auf der Feinhefe in mehrfach gebrauchten 300-l-Eichenfässern
  • Ohne Schönung, ohne Filtration
  • Geschmack: trocken
  • Alkohol: 12,5 % vol
  • Serviertemperatur: 11–13 °C
  • Trinkfenster: 2026–2033

Bewertungen

  • Decanter: feuersteinig, knackig und zart kräutrig in der Nase, mit großer Balance und Reinheit in der frischen Zitrusfrucht
  • Wine-Searcher Kritikerschnitt: 94 Punkte für den Jahrgang 2021

Espenyalluchs 2021 – Enric Soler
Xarel·lo auf höchstem Niveau – mineralisch, salzig und von großer Klarheit. Ein großartiger Wein für Erwachsene.

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